1968 Plymouth Fury 1

1968 Plymouth Fury I


Jo-Han, Maßstab 1:25


Nackte Furie

Eigentlich hat ja das Modell auf dieser Seite nichts zu suchen. Denn weder Chrom noch Flossen

sind an dem Auto vorhanden. Und trotzdem habe ich das Uralt-Modell restauriert und präsentiere es hier.

Die Full-Size-Plymouth des Jahrgangs 1968 teilten sich auf in: Fury I, II, III, Sport Fury und VIP.

Das gezeigte Modell ist also das Einsteiger-Modell bei den großen Plymouth. Erhältlich war der Fury I nur als 2- und 4-türige Limousine. Die Basis-Motorisierung war ein Reihensechser mit 145 bhp, wahlweise gab es aber auch V8-Motoren mit 290, 330 und 375 bhp.

Diese relativ leichten und stark motorisierten Fahrzeuge waren bei Behörden und Ämtern sehr beliebt, so waren die Furies sehr oft als Taxi oder Polizeifahrzeug im Einsatz.

So wundert es auch nicht, dass Jo-Han in den 80er-Jahren den Fury I als viertüriges „Police Pursuit Car“ auf den Markt brachte. Ausgestattet mit Polizei-Zubehör und Decals für fünf verschiedene Varianten, nämlich New York, Detroit, Chicago, Los Angeles und County Sheriff, war der Bausatz sehr begehrt und auch schnell vergriffen.

Ich hatte mich damals aber zum Bau des serienmäßigen Einstiegsmodell entschieden. So wurde das Modell in einem undefinierbaren Beige-Matallic lackiert innen hellgrün (!) bemalt, das bisschen

Chrom mit Silberfarbe hingepinselt – fertig.

So stand das Auto rund 25 Jahre in der Vitrine und wurde erst 2015 wieder restauriert, da mir es so nicht mehr gefiel.


Zerpflückt war das alte Modell relativ schnell, wobei leider die Innenraumwanne sich nicht ohne

Beschädigungen von der Bodengruppe trennen wollte. Der alte Lack brauchte ungefähr zwei Wochen im Bremsflüssigkeitsbad, bis er sich vom Plastik lösen ließ.

Nach der üblichen Spachtel-, Schleif- und Grundierungskur erhielt das Auto einen neuen Lack in zwei Schichten Multona 0211.

Ich habe mich bewusst für die etwas unscheinbare Farbe entschieden, um das nüchterne Erscheinungsbild des Modells noch zu unterstreichen.


Anschließend wurde wieder stundenlang mit Unipol und Autopolitur poliert und gewienert, damit der Lack seinen Glanz bekommt. Die gleiche Prozedur mussten übrigens auch die Scheiben über sich ergehen lassen, so ließen sich mühelos alte Farb- und Klebereste, sowie leichte Kratzer auspolieren.


Der Innenraum wurde passend zum Lack in einem dunklen Braun bemalt, der Teppich mit Viscose beflockt. Zum Glück passte alles wieder problemlos zusammen, was nicht immer der Fall ist, obwohl die Teile ja schon vorher zusammengeklebt waren.

So konnten fast alle Teile wieder vom alten Modell verwendet werden, lediglich die kaputte Innenraumwanne, die Radinnenhälften und die beiden Achsen stammen aus einem bereits ausgeschlachteten Bausatz.


Es macht auch mal Spaß, ein absolut nacktes Einstiegsmodell zu bauen, denn die sonst angebotenen Kits sind ja meist die Topmodelle der jeweiligen Baureihen. Diese Basis-Modelle haben ihren ganz eigenen Charme und machen Lust auf weitere Autos in dieser Art.

Das nächste Basis-Modell ist bereits in Arbeit...

Modell, Text und Bilder: Robert Eiber, Feucht bei Nürnberg

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