ZZ-Top Fike

ZZ-Top Fike

 

Bike? Trike? Fike!

 

Custom-Eigenbau, Maßstab 1:25

Ist es ein Trike? Ein Bike?

Ein Bike ist es definitiv nicht, auch kein Trike, da es ja 5 Räder hat – also doch ein Fike!

Hab‘ ich zwar noch nie gehört, erscheint mir aber plausibel.

 

Ein Foto in einem Automagazin (in welchem weiß ich nicht mehr, könnte Chrom und Flammen oder was Artverwandtes gewesen sein) fiel mir sofort auf.

Ausschneiden, archivieren und irgendwann bauen – das war der Plan


Es hat dann auch nicht mehr lange gedauert – so ein Hirn ist ja ein seltsames Teil, wenn da im Hintergrund was brennt und flackert, muss es umgesetzt werden.

Die technischen Voraussetzungen schuf ein 66er Cadillac ‚Haulin Hearse‘ Dragster von Jo-Han, der zwei Hemi V8 hatte. Einer dieser Hemis besitzt ein Frontantriebsgetriebe und mit einem Teil des Rahmens bildet das eine perfekte Basis für das Fike, wobei die zweite Achse angetrieben wird und die davor nur mitläuft.

Ich weiß nicht, wie die „Stires Trike Inc. Company“ das Antriebsproblem gelöst hat, da ich ja nur dieses eine Foto habe.

Also musste ich mir selber was ausdenken, wie’s funzen könnte!

Die Karosserie wurde aus einer AMT-Prestige-Kit-Schreibtischgarnitur-Federhalter-Platte ausgesägt.

Die hinteren Türen lassen sich öffnen, um das Monsteraggregat zu betrachten.

 

Die Speichenräder gab es von Fujimi als Zurüstbausatz Wire Wheel & Tyre Kit Nr. 13 (No. 19013- IU-13 in chrome) Nr. 14 in Gold.


Die Motorradgabel samt Vorderrad spendete der 750er Honda Chopper, der dem MPC-Bausatz ‚Wheeler Dealer‘ 78er Chevy Monte Carlo beilag.

Die Gabel steckt beweglich in einem Formteil, dass ich nach dem Foto - per Auge - aus lauter Plastikplättchen zusammengepuzzelt habe.

Ich glaube, die Lenkübertragung vom Lenkrad zum Steuerkopf funktioniert in dem Lenkkopfkasten per Kettenübertragung.

Echt abgefahrene Lösung!


Die Sitzbank im diamondtuffted look besteht aus drei 57er AMT Ford Fairlane CustomEinzelsitzen.

Beim Mittleren wurden beide Sitzwangen, bei den äußeren Beiden jeweils die inneren abgesägt. 

 

In’s Dach wurde ein völlig nutzloses Sonnendach aus orangefarbenem durchsichtigem Tic-TacSchachtelPlastik eingesetzt. 


 

 Die seitlichen ovalen Fensterchen sind handgefeilt und aus demselben Material. Die Bullaugen der hinteren Türen wurden einem AMT Chevy-Van entwendet. 


Die Rücklichter sind echte Antiquitäten, weil sie jahrzehntelang in einem Revell Partspack aus den 60ern heranreiften, um schließlich das ZZ-Top Fike zu I-Tüpfeln

Lackiert wurde das Gerät mit BMW Motorrad Candyrot auf Gold und auch das ZZ-Top Logo wurde mit Lasurlacken aufgebracht.

 

Ich glaube ... hinten ... oben ... flackert und glüht es schon wieder ...

Modell, Text und Bilder: Günther Eberhardt, München

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerhard (Mittwoch, 14 März 2018 19:26)

    Ein "FIKE"!!! Wer außer Günther könnte auf sowas kommen? Echt genial, vor allem antriebsmäßig, denn Günthers Projekte haben auch immer eine nachvollziehbare Technik - keineswegs selbstverständlich in dieser Welt der Phantasie! Ja, als reiner, völlig unkreativer Stock-Modellbauer muss man Günther einfach bewundern, wie ihm immer wieder was Neues, Verblüffendes einfällt , aber auch, wie er alle diese Ideen qualitativ umsetzt!