T´rantula 1 & 2

T´rantula I & II

 

Arachnophobia

 

Monogram, Maßstab 1:24

Gattung der Spinnentiere, hier im Besonderen: T`rantula, Grusel der besonderen Art – dargereicht von der Firma Monogram. Wurde das 1. Mal ca. 1968 serviert und ist ein echter Tom Daniel. Mittlerweile ein paar Mal wiederaufgelegt – zwar jetzt schon länger nicht mehr – aber wer weiß, das war bestimmt nicht zum letzten Mal. 

 

Das Prachtexemplar auf den Fotos ist ein Alt-68er unverändert aus der Box großgezogen und mit Rallyegrünmetallic eingekleidet. 


Dem Bausatz lag auch ein geöffneter Bremsfallschirm bei und eine Grundplatte für’s Heck als aufgerissenes, geöffnetes Fallschirmpaket. Bei dieser ist es aber noch zu. 

Die ganz Kleine wurde einer Tom Daniel-Sonderedition von Jonny Lightning entnommen. Diese Box beinhaltete 10 Tom Daniel-Modelle, die es alle schon seinerzeit in 1 : 24 von Monogram gab, darunter so Dinger wie der legendäre Dragon Wagon, der Bad Medicine oder der Beer Wagon. Die 1 : 43er T`rantula hat auch schon einige Jährchen auf dem grünen Buckel und gab es mit einigen anderen Show-Dragstern, die auch ihre Entsprechungen in 1 : 24er Modellen von Monogram hatten von Hot Wheels! 


Ziemlich speziell ist die T`rantula II von der Firma ? Tja, weiß ich nicht. Das Ding kennen bestimmt noch weniger Leute als die Ur-T`rantula. Vor etlichen Jahren erwarb ich auf einer Börse einen offensichtlich per Vakuum aufgeblasenen Blob aus durchsichtigem Lexan in einem Beutel, auf dem lediglich stand: T`rantula II. 


Den Boden und die Radhäuser musste ich rausschneiden, die Riesenscheiben von innen und außen abkleben und wieder Rallye-Grünmetallic lackieren.

Auch Spiderwoman trägt ein metallicgrünes Kleid aus Tarantelhaut und sieht ziemlich giftig aus. Die Abziehbilder konnten einer damals noch verfügbaren T`rantula I entnommen werden.

Ja … und dann ging der Denksport los. Technik? Woher? Wie? Was? Warum?

Der Fahrer sitzt hinter der gut sichtbaren Vorderachse vor dem Heckmotor. 

 

Die Konfiguration passte ganz gut auf einen Hardcastle- und McCormic-Koyote, ein offensichtlich auf einem McLaren basierenden Filmauto aus der gleichnamigen Fernsehserie.

MPC hatte den dazu gehörenden Kit verbrochen.

Nach einigen Modifikationen passte die T`rantula II saugend auf die Koyote-Basis.

Dragsterslicks und American Racing Felgen aus der gut gefüllten Räder-Ersatzteilkiste komplettierten das Ganze. 



Taranteln sind eigentlich schwarz, aber Tom Daniel bevorzugte offensichtlich giftgrüne, bissige Kuscheltierchen. 

Modelle, Text und Bilder: Günther Eberhardt, München

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    rainer (Samstag, 14 April 2018 16:53)

    Jetzt wird's tierisch. Und was für Krabbel-Geschöpfe. Da juckt es einem ja richtig.
    Wenn man die 'gruenen' Taranteln so betrachtet: Die US-Customer (wie T.Daniel) hat so rein gar nichts gejuckt. Die haben sich richtig ausgesponnen. Da gibt's dann einen Piloten, der hinter der Vorderachse kauert. Vor sich den Treibstofftank und das alles hinter einer monströsen Panoramascheibe. Monsterbacke eben.....
    Ich geb's ja zu. Mir als altem (verknöcherten) Stocker ist das zu wild.
    Aber klar - alles wertfrei.
    Die Modelle sind, wie bei Günther üblich, sauber gebaut. Auch das Drumherum einschließlich Lady 'T' wie immer sehr passend.
    Nach diesem Ausflug in die Fauna kann man nur auf seinen nächsten Knaller gespannt sein.

  • #2

    Oliver Löbert (Sonntag, 15 April 2018 09:25)

    Hätte man die Plastiktierchen beim Shooting nicht weglassen können? Ich als alter Arachnaphobist grusel mich ganz schön bei dem Anblick der Bilder... wuaaaaha... schüttel.... Ansonsten eine sehr interessante Geschichte und wieder ein kleiner Einblick in die Kithistorie der Rod und Customszene aus den 60ern. Danke Günther!