1974 – 76 Ford Torino...
Die Älteren unter uns werden jetzt vielleicht ins Grübeln kommen: „Woher kenne ich das Auto, wo habe ich das schon mal gesehen?“
Richtig! Aus dem Fernseher Mitte der 70er Jahre! Da lief nämlich auch bei uns die US-Krimiserie „Starsky & Hutch“ und deren Dienstfahrzeug war ein 74er Ford Torino, rot lackiert, mit einem weißen Streifen auf den Seiten und dem Dach.
Es hat tatsächlich 40 Jahre gedauert, bis sich ein Modelkit-Hersteller, in dem Fall Revell, getraut hat, dieses berühmte Auto als Kit auf den Markt zu bringen.
Zuerst natürlich in der Filmversion, rot und weiß mit breiten Reifen usw. Kurz danach haben sie dann noch die zivile Version nachgeschoben, mit den Serienfelgen und tollen Weißringreifen.
Und zum Glück in weiß gegossen und nicht rot, wie die erste Ausgabe.
Ich wollte aber die zahme Version bauen, denn von der rot-weißen Version gibt es schon zu viele.
Und es musste auch hier mal wieder ein Vinyldach drauf!
Jetzt ist mit dem Kit „nur“ die einfache Ausstattung zu haben, ohne Vinyl und der ultrabreiten C-Säule.
Ich wollte aber die bessere Variante haben, und die hat in der C-Säule noch ein kleines Fenster.
Also habe ich mir eine Schablone gemacht, diese aufgelegt und aufgezeichnet. Und dann entlang der Markierungen ausgebohrt und -gefeilt.
Anschließend noch aus Evergreen dünne Leistchen drumherum geklebt und auch die untere Kante des Daches modelliert.
Nachdem hier dann alles halbwegs gerade und glatt war, tauchte die Frage der Lackierung auf. Es musste schon eine typische 70s-Farbe sein.
Fündig wurde ich in einem Ford-Chronik-Buch, in dem eine kleine Übersicht aller Torino-Typen abgebildet ist. Und da ist mir diese gold-gelb-grüne Variante mit dem weißen Dach aufgefallen. So musste meiner auch werden!
Nur sind halt solche Lackierungen heutzutage leider ausgestorben, ich habe diesen Farbton dann im Duplicolor-Farbenfächer gefunden und konnte die Farbe auch im Netz als Acrylspray bestellen.
Der Innenraum ist zum Dach passend in weiß und schwarz gehalten, der Boden und die Hutablage mit Viscose beflockt.
Der Kit beinhaltet sehr schöne Decals in Holzoptik für das Armaturenbrett und das Lenkrad, so bleibt einem das fummelige Bemalen mit Farbe erspart.
Der Motor und vor allem das Fahrwerk bestehen zum Glück aus einer überschaubaren Zahl von Teilen, die sehr gut zusammen passen, so dass es hier keine großen Überraschungen und Probleme gab.
Auch die Chromteile gaben wenig Grund zur Klage, so dass jetzt mit wenig Aufwand ein recht schöner 70s-Klassiker in der Vitrine steht.
Und die rote Starsky & Hutch Version habe ich ja auch noch. Mal schauen, vielleicht lasse ich mich ja doch noch zu der TV-Version überreden...
Robert Eiber, Großschwarzenlohe
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Christian (Freitag, 26 September 2025 18:42)
Wie zu erwarten, superschön geworden. Im zivilen Outfit irgendwie ein ganz anderes, viel eleganteres Auto als der „Starsky & Hutch“-Rabauke. Besonders mit dem exclusiven Opera-Window. Farbe natürlich nicht geb, nicht grün, dafür ein eigenartig irisierendes Gelbgrün. Perfekte Wahl und perfekt lackiert. So bekommen so gar mittelständische Torinofahrer den Hauch der mondänen Gesellschaft.
Du hast den Traum Amerika so viel besser formuliert als entenvornamige Leute mit ihren Slogans. So ist es „great“, nicht mit e-SUV-Wuchteln.
Günther (Donnerstag, 02 Oktober 2025 20:50)
Schönes Auto, perfektes Model, wie immer wenn der Robert Hand anlegt, egal ob Plastik oder
Resin, es wird phantastisch... Quod erat demonstrantum !
Gerhard (Freitag, 03 Oktober 2025 00:23)
MAGA - Make America Guzzling Again - das wäre mal der richtige Schlachtruf für alle Hubraum-Süchtigen, aber so weit wird es wohl nie mehr kommen. Wenigstens haben wir Modellbauer die Möglichkeit, all die wundervollen US-Cars der unbeschwerten Jahrzehnte von den ´50er Jahren bis in die späten ´70er im kleinen Maßstab wieder auferstehen zu lassen. Doch kaum einer macht so regen Gebrauch von dieser Möglichkeit wie Robert, der die Modelle scheinbar im Akkord raushaut, ohne dabei auch nur den leisesten Abstrich an der Qualität der Ausführung zuzulassen - wir stehen wieder mal staunend daneben und fragen uns einmal mehr: Wie macht der das bloß (und warum kann ich das nicht)?