Nissan Gloria Standard Sedan

1979 Nissan Standard Sedan

 

U.D.O.

 

Aoshima, 1:24

Fortsetzung der Reihe „Autos, die bei uns keiner kennt“.

 

Also wieder ein Unknown Drive Object...

 

Nachdem die Stimmen immer lauter und immer häufiger wurden, ich möge mal wieder einen Japaner bauen und auch die Sparte auf meiner Seite etwas unterpräsentiert ist, habe ich doch nachgegeben.

Und da ich mir in Hanau auf der Ausstellung einen solchen Kit ergattern konnte, habe ich die Schachtel gar nicht erst im Regal einsortiert, sondern gleich auf dem Tisch liegen gelassen und ausgepackt.

 

Meine Wahl fiel diesmal auf den 79er Nissan Gloria in der absoluten Standard – sprich Sparversion

Bei uns gänzlich unbekannt, in Japan aber stark verbreitet, vor allem bei Polizei, Feuerwehr und vor allem als Taxi sehr beliebt.

Die Standard-Version erkennt man vor allem am fehlenden Chromschmuck seitlich, den lackierten Stahlfelgen mit den kleinen Radkappen, einer durchgehenden Sitzbank vorne und den Wählhebel am Lenkrad.

 

Die bessere Brougham Version hatte dann u. a. andere Räder, sportliche Einzelsitze mit Mittelkonsole.

Wer schon mal einen Aoshima-Kit gebaut hat, der weiß um die geniale Passgenauigkeit dieser Bausätze. Selten einen Kit erlebt, der von vorne bis hinten keinerlei Probleme bereitet hat.

 

Halt, doch! Einen Minuspunkt gibt’s doch, das Plastik hat einige Fließspuren die man trotz gründlicher Grundierung und Lackierung, bei Gegenlicht im Lack erkennen kann (aber nicht muss)

Lackiert in einem zeittypischen Beige von Duplicolor in mehreren Schichten, um die Fließspuren so halbwegs zu kaschieren.

Innen habe ich das Modell mit dunkelbaunem, seidemattem Sprühlack aus dem Baumarkt lackiert. Der Armaturenträger liegt als Decal dem Kit bei. Die ebenfalls beiliegenden Einzelsitze und die Mittelkonsole habe ich mal aufgehoben. Man kann ja nie wissen...

Der Unterboden mit Fahrwerk sind bereits in schwarzen Plastik gegossen und blieben unbehandelt.

 

Die Chromteile vorne und hinten wurden etwas mit schwarzer Farbe verfeinert, die Rücklichter mit viel transparentem Lack eingefärbt.

Es ist nur schade, dass japanische Modelle und auch echte Oldtimer aus Japan bei uns so wenig Aufmerksamkeit und Zuneigung erfahren. Was sehr, sehr schade ist, denn gerade diese Fahrzeuge bis ca. 1990 haben doch sehr viel Charme und tolle Details.

 

Ich jedenfalls mag diese, oft als „Reisbomber“ veralberten Autos und ich habe noch einige solcher Kandidaten im Regal liegen, auf die ich mich jetzt schon freue!

Robert Eiber, Großschwarzenlohe

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Kommentare: 4
  • #1

    Reinhold (Mittwoch, 05 November 2025)

    Manche mögen über so ein Mauerblümchen ruhig die Nase rümpfen. Aber ich mag sowas. Nicht immer - aber die Mischung aus Alltagskisten, Sportwagen, Coupes und Cabrios (und Kombis bei dir!) macht doch gerade den Charme aus. Und die von dir gewählte Farbe passt schon dazu - eine grelle aufdringliche Einfärbung wäre wohl unangebracht gewesen. Sei froh, dass du es nicht mit Metalliclack probiert hast. Da würde man die Fließrichtung überdeutlich sehen. Passt schon so. Wie wäre es eigentlich (vielleicht schon in näherer Zukunft) mal mit einem aus den 70ígern? So ein Celica aus der Periode würde schon was hermachen, oder?

  • #2

    Christian (Mittwoch, 05 November 2025 18:31)

    Ein wirklich einfaches, klar zweckgerichtetes Auto, das aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen seinen Charme hat. Mit der durchgehenden Vorderbank trotz offenbar Schaltgetriebe, also LENKRADSCHALTUNG, ein charmanter, später Bote der Usancen aus den 60ern. Bei der Vorstellung, was die Bank gegenüber Einzelsitzen ermöglicht, blüht die Phantasie auf. Ein Rennfahrer soll seinen privaten Plymouth Superbird sogar extra mit Bank vorne bestellt haben, um mit seiner Frau auch beim Fahren kuscheln zu können.
    Man muß sich also nicht nur trockene Hutträger in so einem Auto vorstellen. Ein Held des Alltags, noch dazu, wenn er, wie immer bei Dir, perfekt gebaut ist.

  • #3

    Oliver Löbert (Sonntag, 09 November 2025 16:10)

    Ein interessantes Fahrzeug und zeitgenössisch im Design zu den US Cars wie alle anderen Glorias vorher und nachher.
    Da aber hierzulande nie so ein Fahrzeug zu sehen sein wird hab ich mal gegoogelt.
    Wikipedia zeigt die ganze Historie der Gloria Baureihe und weißt dieses Modell aus der Zeit von 79 bis 83 aus. Was nur sehr merkwürdig ist das man im ganzen Netz keinen Gloria dieser Baureihe mit den runden Scheinwerfern wie am Modell findet. Nur die eckigen Varianten werden angezeigt. Hast du da Bilder gefunden Robert?

  • #4

    Robert (Sonntag, 09 November 2025 16:28)

    Hi Oli, ich habe dir gerade Bilder mit runden Scheinwerfern geschickt. Die absolute Spar- oder Grundversion hatte runde, die nächsthöheren Ausstattungen eckige.